Woraus die Kaufnebenkosten bestehen
Grunderwerbsteuer: 3,5 bis 6,5 %
Der größte Posten. Den Satz bestimmt das Bundesland, in dem die Immobilie liegt. Alle Sätze und Spartipps findest du im Grunderwerbsteuer-Rechner.
Notar: etwa 1,5 %
Ohne Notar kein Immobilienkauf. Er beurkundet den Kaufvertrag, kümmert sich um die Auflassungsvormerkung, die Grundschuld für die Bank und die Abwicklung. Die Gebühren sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar.
Grundbuchamt: etwa 0,5 %
Für die Eintragung als Eigentümer und die Eintragung der Grundschuld berechnet das Grundbuchamt Gebühren, die ebenfalls vom Kaufpreis abhängen.
Makler: oft bis 3,57 %
Die Provision ist verhandelbar und regional unterschiedlich. Kaufst du direkt vom Eigentümer, entfällt sie ganz.
Beispiel: 400.000 € in Nordrhein-Westfalen
- Grunderwerbsteuer 6,5 %: 26.000 €
- Notar 1,5 %: 6.000 €
- Grundbuch 0,5 %: 2.000 €
- Makler 3,57 %: 14.280 €
- Summe: 48.280 €, also 12,07 % des Kaufpreises
Kaufnebenkosten senken
- Inventar ausweisen: Einbauküche und Möbel gesondert im Kaufvertrag aufführen. Darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an.
- Provision verhandeln oder direkt vom Eigentümer kaufen.
- Nebenkosten aus Eigenkapital zahlen: Das senkt nicht die Nebenkosten selbst, aber meist deinen Zins.