Wann Banken voll finanzieren
Ohne Eigenkapital trägt die Bank das volle Risiko. Sie verlangt deshalb mehr Sicherheit an anderer Stelle:
- Sicheres, hohes Einkommen, etwa unbefristete Anstellung, Beamtenstatus oder lange Selbstständigkeit mit stabilen Gewinnen.
- Sehr gute Bonität ohne negative Schufa-Einträge und mit wenigen laufenden Krediten.
- Hohe Tilgung, damit die Schuld schnell unter den Wert der Immobilie sinkt.
- Gute Lage, damit die Immobilie im Ernstfall verkäuflich ist.
Die Risiken
Bei einer 110-%-Finanzierung ist das Darlehen anfangs höher als der Wert des Hauses. Musst du in den ersten Jahren verkaufen, etwa wegen Jobwechsel oder Trennung, reicht der Erlös womöglich nicht, um den Kredit abzulösen. Dazu kommt eine höhere Restschuld nach der Zinsbindung, die du zum dann gültigen Zins weiterfinanzierst.
Alternativen zum klassischen Eigenkapital
- Eigenleistung: handwerkliche Arbeit, die Banken teilweise als Eigenkapital anerkennen.
- Familiendarlehen oder Schenkung: Eltern oder Verwandte stellen Geld bereit. Lass Darlehen schriftlich festhalten.
- Bausparguthaben und angesparte Altersvorsorge, die förderunschädlich entnommen werden kann.
- Förderkredite: Programme der KfW und der Länder senken den Zins für einen Teil der Summe.
Wie viel Kaufpreis dein Einkommen trägt, rechnest du mit dem Budgetrechner aus.
Aktualisiert: Oktober 2026